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Antwerpen Travel Guide

Antwerpen ist eine Hafenstadt in Belgien und war im 15. und 16. Jahrhundert nicht nur eine der größten Städte der Welt, sondern zeitweise sogar die wichtigste Handelsmetropole Europas. Und das nicht zuletzt aufgrund der Verarbeitung und dem Handel von Diamanten. Auch dem Maler Peter Paul Rubens sagt man eine große Rolle nach - was ganz witzig ist, da sich auch mein Studienort gerne mit dem Künstler schmückt. Na, errät jemand, wo ich meinen Bachelor mache?

Zugegeben: Ich hatte Antwerpen nicht wirklich im Sinn. Als wir aber auf der Suche nach einem schönen Ort für einen Kurzurlaub waren, sagte meine Mama, dass es dort ganz schön sein soll - und sie hat recht behalten. 

In diesem Teil des Travel Guides soll es erstmal um die Stadt und unsere Eindrücke gehen. Sobald ich die Posts zum Essen und zum Shoppen verfasst habe, auf die ihr euch sehr freuen könnt, da es in Antwerpen einige tolle Sachen zu entdecken gibt, werde ich sie euch natürlich hier verlinken.

Die Anreise nach Antwerpen

Wir sind mit dem Auto nach Antwerpen gefahren, was von unserer Heimat in Westfalen ca. 3 Stunden gedauert hat. Da wir aber gut durchkamen, war die Fahrt total entspannt und hat sich nicht besonders lang angefühlt. 

Wir hatten uns für ein günstiges Hotel in der Nähe des Bahnhofs Antwerpen Centraal entschieden und zufällig noch einen verhältnismäßig günstigen (ich meine es waren 12€ pro Tag) Parkplatz in der selben Straße bekommen. Macht euch am besten vor eurer Anreise schlau, ob es passende Parkplätze gibt und wie viel Geld ihr ungefähr dafür einplanen müsst. Ansonsten kann man natürlich auch mit der Bahn, dem Flixbus oder ähnlichem anreisen.

Übernachten in Antwerpen

Nachdem wir uns tatsächlich erst etwas richtig tolles gönnen wollten, haben wir uns im Endeffekt doch für ein günstiges Hotel, das Ibis Budget Antwerpen Centraal Station, entschieden. Es war okay und das günstigste, was wir so spontan gefunden haben. Das nächste Mal würde ich aber etwas mehr Geld ausgeben oder mich vielleicht nach coolen Airbnb Wohnungen umsehen. 

Vom Hotel aus hat man es dafür aber nicht weit zum Zoo, den wir aufgrund des Zeitmangels leider doch nicht mehr besuchen konnten und zum oben genannten Bahnhof, der, auch für Nicht-Bahnreisende, auf jeden Fall ein Besuch wert ist.

 

Einen Trip nach Antwerpen planen und sich zurecht finden

Ich kann nicht in einen Urlaub fahren, ohne mich vorher ausgiebig zu informieren: Was sollte man unbedingt gesehen haben, wo kann man gut essen und welchen Shop darf ich auf keinen Fall auslassen? Wenn ich ganz viel Zeit habe, plane ich sogar, wie man am besten von A nach B kommt. Alles dem Zufall überlassen? Nee, da habe ich dann Angst, etwas cooles zu verpassen.

Also schmeiße ich Google an und schaue außerdem bei Pinterest und Instagram nach coolen Spots. Ich kann euch auch die App CityMaps2Go empfehlen, die mir vor allem in New York sehr geholfen hat. Leider hatte ich vor Antwerpen schon alle kostenlosen Karten aufgebraucht, aber ich überlege, ob ich mir das nächste Mal nicht einfach etwas in der App kaufen soll. Ihr könnt Orte in der Karte speichern, coole Locations entdecken und euch Listen erstellen. Sehr nützlich ist natürlich auch die Kartenfunktion an sich, in der ihr offline Routen eingeben könnt und anhand eines sich bewegenden Pfeils in die richtige Richtung gelotst werdet. Da die EU-Roaminggebühren jetzt aber abgeschafft wurden, könnt ihr natürlich auch Google Maps zur Hand nehmen.

Wir haben allerdings nicht nur unsere Pläne abgearbeitet, sondern sind auch einfach drauf los gelaufen und das kann ich euch immer empfehlen: Ihr könnt Dinge entdecken, die nicht auf eurem Plan standen. Vor allem in Antwerpen gibt es viele kleine Gassen mit tollen Gebäuden, Shops und Cafés.

Haltet die Augen offen, genießt die Stadt und fühlt euch einfach wie ein Einheimischer. 

 

Antwerpen erleben

Antwerpen ist eine wirklich hübsche Stadt. Ich war beeindruckt von den imposanten, alten Gebäuden, die wirklich wunderschön sind und der Stadt ihren Charme verleihen. Es gibt ein paar Sehenswürdigkeiten, nahezu alle bekannten Shops und zusätzlich tolle und einzigartige Geschäfte. Ihr findet dort Museen, viele Cafés und Restaurants und wie oben bereits erwähnt einen sehr berühmten Zoo.

 

Antwerpen Centraal

Auch wenn ihr nicht mit der Bahn anreist, solltet ihr euch diesen Bahnhof unbedingt ansehen. Eröffnet im Jahre 1905 lässt einen der alte Teil auch heute, über 100 Jahre später, noch ein bisschen in eine andere Zeit eintauchen. 

Durch die beeindruckende Architektur vergisst man die Hektik und bemerkt die ganzen umherlaufenden Leute gar nicht. Man muss nur aufpassen, dass man niemandem ins Bild läuft, denn der Bahnhof scheint ein sehr beliebtes Fotomotiv zu sein.

 

The Chocolate Line

The Chocolate Line  ist eine Chocolaterie, die im Palais Op De Meir, einem Stadtpalais, das Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und kurze Zeit später von Napoleon gekauft worden sein soll, untergebracht ist. Wir sind nur zufällig reingegangen und wurden ziemlich überrascht: Wir betraten einen prunkvollen, fast märchenhaften Raum, in dessen Luft ein verführerischer Schokoladenduft lag. 

Neben verrückten und außergewöhnlichen Schokokreationen gibt es einen Showroom mit offener Küche und auch ein Museum, das aber zu dem Zeitpunkt wohl geschlossen hatte. Hier kann man sicherlich auch gute Mitbringsel für die Liebsten daheim kaufen. Da wir aber nichts mitgenommen haben, stelle ich euch The Chocolate Line hier als Sehenswürdigkeit und nicht als Shop vor. 

 

Grote Markt & Liebfrauenkathedrale

Um den Marktplatz herum findet ihr zahlreiche wunderschöne Häuser sowie das imposante Rathaus und den Brabobrunnen. Im Winter gibt es hier wohl ein Weihnachtsmarkt, was ich mir sehr schön vorstelle.

Gleich daneben befindet sich die Liebfrauenkathedrale, die aufgrund ihres imposanten Turms, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, nicht zu übersehen ist. Wir sind nicht reingegangen, aber sie ist auch von außen ganz toll anzusehen.

 

MAS Museum am Hafen

MAS steht für Museum aan de Stroom, welches ihr im Viertel Het Eilandje findet. In dem Speicherhaus soll es in jeder Etage unterschiedliche Ausstellungen zu sehen geben, die unter anderem viel über die Geschichte der Stadt erzählen.

Da wir nicht so viel Zeit hatten und zum ersten Mal in Antwerpen waren, haben wir nur die Panorama Terrasse im 10. Stock besucht, auf die ihr gratis hinauf fahren könnt. Eine Eintrittskarte benötigt ihr nur, wenn ihr euch eine Ausstellung ansehen möchtet, was ich sehr cool finde. Wir hatten total Glück mit dem Wetter und konnten den Tag mit einem traumhaften Sonnenuntergang beenden. Wenn ihr den Ausblick über die Stadt genießen möchtet, kann ich euch nur empfehlen, das MAS zu besuchen. 

 

 

Wie ich oben bereits angesprochen habe, solltet ihr auf jeden Fall einfach mal drauf los laufen. Antwerpen ist nicht so riesig, dass ihr Angst haben müsst, euch zu verlaufen, und dennoch werdet ihr sicherlich tolle Ecken entdecken können.

 

Graffitiwall in Zurenborg

Bevor wir wieder Richtung Heimat gefahren sind, haben wir noch einen kleinen Stopp etwas außerhalb der Stadt gemacht, um uns eine riesige Graffitiwand anzusehen. Den Tipp hatte ich vorher auf Your Little Black Book gelesen. Von der Krugerstraat bis zur Minkelersstraat erstrecken sich große Graffitis auf Industriemauern. Ist auf jeden Fall cool anzusehen und kann je nachdem (wenn euer Outfit besser dazu passt, als meins :-D)  auch ein toller Fotohintergrund sein.

 

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